Denkanstöße: Grundlegendes zur Stoßdämpfung

30. März 2020

Warum wir so viel Wert auf die hohe Stoßdämpfung als Eigenschaft der myFREEDM Sohlen legen

Ein gesunder Bewegungsapparat ist für das Pferd lebenswichtig. Eine Alternative zum Laufen gibt es für das Pferd nicht, sein Organismus ist auf stetige Bewegung ausgelegt. Sitzen existiert im natürlichen Bewegungsablauf nur als sehr kurze Phase zwischen Liegen und Stehen – als Zirkustrick ist das Sitzen zwar recht beliebt, bequem und gesund für das Pferd ist es auf Dauer allerdings nicht.

Zum Laufen sind gesunde Gliedmaßen wichtig. Das reibungslose Zusammenspiel von Sehnen, Bändern, Muskeln und Gelenken geben dem Pferd die Sicherheit, die ein Fluchttier braucht. Die Natur hat den Pferden ein ausgeklügeltes, perfekt aufeinander abgestimmtes System für ihr Leben als Lauf- und Fluchttier angepasst. Ein wichtiger Bestandteil zum Schutz dieses Systems ist die Stoßdämpfung. An der Basis findet sie im Huf statt: Im Begriff „Hufmechanismus“ steckt sie als die Fähigkeit der Hufkapsel, sich auf unebenem Untergrund unter Belastung zu verwinden. Das verteilt die Energie der Auftrittskraft und nimmt einen Großteil Stoßenergie von den Gelenken. Viele Reiter kennen das Verhalten ihres Pferdes, von steinigen Böden gerne an den weichen, grasbewachsenen Rand zu ziehen. Das machen auch etliche Pferde, deren Hufe gesund und fest sind. Nicht immer steckt also Schmerzfühligkeit dahinter, sondern oft die instinktive Absicht, ihre Beine zu schützen.

Schauen wir uns die stoßdämpfende Eigenschaft des Hufes einmal genauer an:

Beim Auftritt des Hufes auf den Untergrund gerät die Hufkapsel in Bewegung: Je nach Zustand der Hufwände weiten sie sich etwas, Strahl, Ballen und Sohle senken sich ab, Unebenheiten werden durch Verwinden der Hufkapsel ausgeglichen. Hierbei, wie bei der Stoßdämpfung durch den Huf insgesamt, spielt vor allem der Bereich Strahl und Ballen eine wichtige Rolle. Im Inneren sorgen Hufknorpel und Strahlkissen für weiche Dämpfung. Ein gut entwickelter Ballen kann sich zudem ein Stück verformen und die Verwindung der Hufkapsel unterstützen. Ist er aber eingezwängt wie bei einem sehr steilen, engen Huf, kann er sich nicht optimal und schmerzfrei verschieben. Das Pferd geht dann auf steinigen Böden lahm oder vermeidet diese.

Beim Barhuf ist die Hufunterseite in Kontakt zum Untergrund. Meist ist sie mit Erde gefüllt, was die Stoßdämpfung unterstützt, da die Kräfte flächig verteilt werden. Auch vor spitzen Steinen und ähnlichem ist die Hufsohle so recht gut geschützt.

Beim beschlagenen Huf sieht die Sache mit der Stoßdämpfung sehr viel ungünstiger aus. Wird Eisen verwendet, geht die stoßdämpfende Wirkung durch den harten Werkstoff verloren. Im Gegenteil: Der „Klirreffekt“ des Eisens verstärkt Stöße und schickt die Vibrationen durch den Bewegungsapparat. Gelenkerkrankungen werden so begünstigt. Das Gewicht des Pferdes wird auf dem „künstlichen Tragrand“ des Beschlags gehalten, alle eigentlich mittragenden Anteile der Hufunterseite können ihre Aufgabe nicht erfüllen. Logische Folge: Ohne Training verkümmern sie, die Schutzwirkung und notwendige Stoßdämpfung gehen verloren, Schäden im Hufinneren und den angrenzenden Anteilen des Bewegungsapparates sind die Folge.

Neue Studien haben festgestellt, dass mindestens 85% aller Pferde mit Hufproblemen leben und arbeiten. Wir möchten mit den myFREEDM Sohlen entscheidend dazu beitragen, dass diese Pferde wieder auf gesunden, funktionalen Hufen laufen. Die enorm hohe Stoßdämpfung des Hochleistungs-Materials E-TPU in einer besonderen Herstellungsweise, die sowohl die Dynamik wie das Gewicht von Pferden berücksichtigt, wirkt sich fördernd auf Huf und Bewegungsapparat aus. Hufsohle, Strahl und Ballen werden sanft trainiert und zur vollen Funktion zurückgeführt. Schmerzfühligkeit auf steinigen Untergründen wird herabgesenkt, Bewegung und Training wird für das Pferd wieder leicht, problemlos und locker möglich.

Wiederverkäufer-Rabatt sichern