Umdenken? – Umfühlen!

8. April 2020

Qualitätszeit mit dem Pferd

Die Zeit, die wir mit unseren Pferden verbringen, ist wertvolle Qualitätszeit. Ob es der Ausritt durch erholsame Natur ist, die konzentrierte Trainingseinheit auf dem Platz, ob es Bodenarbeit oder eine andere Lieblingstätigkeit ist – immer stärken wir unsere Beziehung. Unsere Pferde tun uns gut. Dafür versorgen wir sie, kümmern uns um ihre Bedürfnisse und wenden Zeit, Geld und Mühe für ihr Wohlergehen auf. Je mehr wir über sie wissen, desto besser können wir ihren Bedürfnissen gerecht werden. Die größte Herausforderung hierbei ist die große, stumme Leidensfähigkeit von Pferden. Sie kompensieren eine Menge Unbehaglichkeit und sogar Schmerz, denn das ist von der Natur für ein Fluchttier so vorgesehen. Wir müssen also ganz genau hinschauen und hinfühlen, um die kleinen Anzeichen zu bemerken, bevor ein großes Problem daraus entstanden ist.

Problemzone: Hufe

Ein Beispiel dafür ist die Hufsituation vieler Pferde. Eine Studie in den Niederlanden („Cross-sectional study of the prevalence of and risk factors for hoof disorders in horses in The Netherlands”, 2017 in Preventive Veterinary Medicine veröffentlicht) hat ein erschreckendes Ergebnis zutage gefördert: 85% einer wissenschaftlich untersuchten Gruppe von 1000 Pferden aus unterschiedlichen Bereichen, vom Sport- bis zum Freizeitpferd, zeigten verschieden gradige Hufprobleme. Sie wurden zum überwiegenden Teil mit ihrer Problematik ganz normal trainiert und geritten. Vielen Reitern ist es gar nicht bewusst, dass ihr Pferd beim Training oft „die Zähne zusammenbeißen“ muss.

Huferkrankungen ziehen oft eine ganze Reihe von anderen Problemen im Bewegungsapparat nach sich. Die ungünstigen Auswirkungen von Schonhaltung und Vermeidungshaltung hat fast jeder irgendwann einmal an sich selbst festgestellt. Es gilt also, die Ursache abzustellen. Wenn diese dauerhaft in der Hufsituation begründet liegt, werden Probleme nicht abreißen, wie Blockaden, Rückenprobleme, schlechte Bemuskelung oder  Lahmheiten.

Der Weg zu guten Hufen ist gar nicht so schwierig, aber es gehört ein solides Basiswissen um die Funktionsweise von Hufen und den Zusammenhang mit dem gesamten Bewegungsapparat des Pferdes dazu. Daher unsere Empfehlung: möglichst viele, auch unterschiedliche Kurse besuchen, Bücher zum Thema lesen, Videos anschauen. Das Thema „Hufe“ ist spannend und nach einer Weile merkt man, es lässt einen nicht mehr los. Man mutiert regelrecht zum „Hufe-Gucker“ und das schult den Blick für entstehende Probleme.

Schmerzmimik und andere Zeichen

Schauen wir den Pferden aber auch in die Gesichter. An vielen kleinen Zeichen erkennt man Schmerzen: Sorgendreieck über den Augen, eine feste Maulpartie mit vielen Falten, enge Nüstern und ein in sich gekehrter Blick sind alarmierende Zeichen. Auch der Körper in Ruhe und in Bewegung verrät demjenigen, der sein Pferd gut kennt, wie es sich fühlt. Läuft es verhalten und fehlt die Lockerheit in der Bewegung? Kann es keine bequeme Ruhestellung einnehmen? Schlägt es hektisch mit dem Schweif? Diese und andere auffällige Zeichen sollten uns aufhorchen lassen.

Fühlen kann man etliche gesundheitliche Probleme auch:

  • Eine starke Pulsation an der Innenseite der Fessel und zu warme Hufe  können auf eine Entzündung hindeuten
  • Verhärtete Muskeln aufgrund von Schonhaltung sind häufiges Anzeichen von Blockaden
  • Schwammig angelaufenes Gewebe rund um Gelenke zeigt Probleme in diesem Bereich an

Die Optimierung der Hufsituation kann eine ganze Menge zum Positiven verändern. Gute Barhufe erfüllen eine Vielzahl an Funktionen und sind im Gesundheitssystem des Pferdekörpers wichtig. Viele Pferde, die vorher ihr Potential aufgrund von chronischen Schmerzen nicht entfalten konnten, blühen regelrecht auf, sobald ihre Hufe saniert sind.

Umfühlen mit myFREEDM

Die Nutzung von Hufschuhen und myFREEDM Sohlen ist ein wichtiger Baustein zur Hufgesundheit. Ihre wertvollen Eigenschaften sind sehr hohe Stoßdämpfung und gleichzeitige Energierückgabe. Hoher Laufkomfort und schonendes Trainieren der Hufsubstanz lassen lockere, elastische Bewegung zu – und Bewegung ist für die Gesundheit des Lauftieres Pferd von immenser Bedeutung.

Wir von myFREEDM stehen für ein Umfühlen bei jeglicher Aktivität mit unseren Pferden. Wir alle wünschen uns zufriedene, gesunde, motivierte vierbeinige Partner. Ihnen Schmerzen zu ersparen liegt uns am Herzen. Für eine wertvoll verbrachte gemeinsame Zeit: Qualitätszeit!

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